Der Blog

Moi

Diedorf, im Dezember 2016

‚Aber ein Traum‘ ist nun seit 4 Jahren mein Tagebuch. Und viel, viel mehr.

Hier lege ich Rechenschaft ab über meine Literatur, meine Romane und Erzählungen. Dies ist meine Werkstatt. Man kann mir beim Arbeiten zusehen, verfolgen, wie meine Geschichten wachsen. Hier darf man ungehemmt lesen und stöbern, kritisieren und lästern. Seien Sie mir herzlich willkommen.

Der ‚Blog‘ ist aber mehr als ein Arbeitsbericht und Werbung für meine Romane: Er ist ein Zettelkasten, der sich inzwischen mit vielen Dingen gefüllt hat, die im Text der Geschichten nicht oder nur zwischen den Zeilen auftauchen: Sprachexperimente, Gedichte, Kritiken, Fotos, Bilder, Musik, Stimmungen oder Recherchen, Zitate, Beinflussungen und Einmischungen, Lektüren, Kochrezepte und Alltägliches, manches Lächerliches. Ich will janusköpfig und auch leichtfertig zwischen Genreliteratur, heiteren Glossen und „schwerer“ Belletristik wechseln.

Obwohl ich noch nie so viel geschrieben habe wie 2016 und es mir gelang, zwei lange Romane fertigzustellen, die ich in kleiner Auflage „veröffentlichte“, war dieses Jahr für mich als Autor ein weiteres Desaster. Mein hoffnungsvoll gestarteter zweiter literarischer Blog Andere Welten, Andere Zeiten, in den ich viel Zeit, Liebe und Hoffnungen investiert hatte, stellte sich als desaströse Fehlgeburt heraus und ich musste ihn mangels Zuspruchs wieder schließen. Und es ist mir erneut nicht gelungen, Leser, Unterstützer oder gar einen Verleger zu finden. Ein Schriftsteller ohne Leser ist wie ein Fisch ohne Wasser – er ertrinkt einsam in der Dürre.

Der von mir in den Wochenlesen kritisch betrachtete Autor Felix J. Palma hat in den Danksagungen zu „Die Landkarte des Himmels“ folgende Gedanken notiert:

„Aber ein Roman wird nicht nur gelesen, wenn er zu Ende geschrieben ist. […] Nur Genies schreiben ihre Romane ganz allein. […] Freunde sind es, die die manchmal erdrückende Einsamkeit der schriftstellerischen Arbeit ein wenig lindern. Beim Schreiben dieses Buches habe ich gelernt, dass es noch einen Schritt darüber hinaus gibt; dass diese Einsamkeit ganz verschwindet, wenn man sie einfach mit jemandem teilt.“

Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Doch bei allem Jammern; es geht weiter. Auch im neuen Jahr liegt mein Weg vor mir: Ich lade dich ein, mich als Freund ein wenig auf ihm zu begleiten …

Danke,

Nikolaus Klammer

 

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