Archiv der Kategorie: Alltägliches

Ein Unfall auf Madeira

Auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass ich mir am 10. April 2017 den Südwesten der Insel Madeira wandernd erschließen wollte und leichtfertig von der vorgegebenen Route abwich, um ein Foto von einem Wasserfall zu machen, den ich in der Nähe verlockend plätschern hörte, der aber hinter einer Kurve lag. Ich verließ die ausgetrampelte Levada (so nennt man auf der portugiesischen Insel schmale Wasserwirtschaftswege entlang alter Bewässerungsgräben; Levadas sind so etwas ähnliches wie die Südtiroler Waalwege) und folgte dem Lauf des Bachbetts zwischen den Felsen etwa 50 Meter weit. Die Wasser, die von allen Seiten herunterrannen und einen kurzen Fluss bildeten, strömten kräftig zwischen glitschigen Steinen und Moos auf die Levada zu. Es war ein Balance-Akt, aber er klappte und die Aufnahme belohnte alle Mühen:

Auf dem Rückweg jedoch misslang mir der letzte Sprung vom Fels zurück auf den sicheren Boden des Wanderwegs. Ich rutschte aus, stürzte in das etwa knietiefe, eiskalte Wasser, schug schwer mit dem Kopf auf den Fels – hielt aber meine Kamera dabei tapfer in die Luft. Sie war anschließend das einzige, was an mir noch trocken war. Ich fror also auf dem Heimweg – noch etwa 5 Kilometer Wanderpfad, dann eine stundenlange Fahrt mit dem Bus -, was aber noch schlimmer war, ich trug eine große Platzwunde und eine gewaltige Beule an der Stirn davon, meine Brille wurde mir dabei auf meiner Nase zerschlagen und ich musste für den Rest der Woche mit einer Sonnenbrille herumlaufen, hinter der sich die geschwollene Nase und das entstehende Brillen-Hämatom um die Augen nur unzureichend verbergen ließen. Es dauerte zwei Monate, bis ich in etwa wieder so aussah wie vor dem Sturz. Die Zeugen meines Unglücks, unter ihnen natürlich Frau Klammerle, lachen noch heute darüber. Ob bei mir geistige Schäden zurückblieben, müssen andere beurteilen. Zumindest bin ich für drei Tage etwas demütiger geworden – aber nicht länger. Am Abend des 10. April 2017 sah ich jedenfalls so aus:

Cover vorne

 

 

 

 

 

 

 

Der eine oder andere meiner Leser wird das Bild vielleicht kennen, denn ich benutzte es später leicht verfremdet für „Noch einmal davon gekommen“, der beliebten Sammlung meiner Missgeschicke, von denen mein Sturz in den Tobel nur eines von vielen war. Ohne diesen Unfall hätte es vielleicht dieses Buch nie gegeben.

Doch auch der 10. April diesen Jahres hat für mich etwas besonderes; allerdings kein Unglück – es sei denn, man rechnet die Arbeit dazu -, sondern eine große Freude. Heute fand ich, erschöpft und ausgelaugt vom Brotjob heimgekehrt, in den Briefkasten gequetscht das Korrekturexemplar meines neuen Buches „Kleine Lichter“ vor und ich finde, das Cover (und freilich auch der Inhalt) sind mir diesmal ganz ausgezeichnet gelungen. Es ist jedesmal ein besonderer Augenblick, das eigene Buch in der Hand zu halten. Er allein belohnt für das mühselige Schreiben, Korrigieren und Gestalten.

„Kleine Lichter“ enthält zwei Erzählungen und einen Kurzroman aus meinem Zyklus „Jahrmarkt in der Stadt“, zu dem z. B. auch der Montagsfortsetzungsroman „Die Wahrheit über Jürgen“ gehört.

Die belletristischen Texte des Zyklus‘ bilden eine Gruppe von Kurzgeschichten, Erzählungen und auch Romanen, die ich – ich gebe diesen Fetisch hiermit öffentlich zu – nach allzu heftiger und sehr leidenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Comédie humaine des Monsieur Honoré Balzac entworfen und zu einem großen Teil auch geschrieben habe. Sie spielen in der Hauptsache in den 1990er Jah­ren, in denen auch die meisten der zu diesem Zyklus gehörigen Romane und Erzählungen geschrieben oder zumindest begonnen wurden.

Davon ausgehend, dass jeder in seinem eigenen Leben die Hauptrolle spielt, wollte ich – freilich in viel bescheidenerem Maße als der göttliche Franzose – einen zusammengehörigen Zyklus schreiben, in dem ein festes Figurenensemble immer wieder auftaucht und sich wie in einem Kettenkarussell sitzend um seinen Götzen dreht, der bei Balzac das Geld, bei mir die Eitelkeit und der Ruhm sein sollen.

Zum Beispiel ist der zynische ältere Beamte Nikolaus Klammer eine dieser Figuren. Wie sattsam bekannt, leiht er mir seit Jahren seinen Namen als Pseudonym und taucht gleich in mehreren meiner Geschichten auf, hat vorgeblich die eine oder andere von ihnen geschrieben. In meinem umfangreichen Roman ‚Nutzlose Menschen‘ ist er sogar als Autor eines Balzac-Plagiats zu bestaunen.

Selbstverständlich sind alle Ereignisse und Personen frei erfunden und nur meiner Phantasie entsprungen. Oder glaubt ihr, dass es solche Menschen in dem schönen Augsburg wirklich geben kann?

 

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Ja, er ist’s oder Frau Klammerles Frühling

Der phänologische Kalender kennt drei Stufen des Frühlings; den sogenannten Vorfrühling, wenn die Haseln und Schneeglöckchen blühen, den Erstfrühling, in dem die Forsythien gelb erstrahlen und die Obstbäume ihre Knospen öffnen und endlich den Vollfrühling, in dem das Laub an den Bäumen erscheint und die Kastanien gierig ihre Kerzen in den Himmel recken. Im Gegensatz zum bescheuerten Mondkalender (–> siehe hier: https://klammerle.wordpress.com/2014/12/27/bock-des-monats-dezember/) und anderem weltanschaulichem Unfug stimmt der phänologische immer und der Gärtner kann seiner Leidenschaft nachgehen, ohne sich vorher zur Ader zu lassen oder Detox-Heilzufasten; nur kann sich je nach Witterung das Erscheinen einer Stufe verfrühen oder – wie in diesem Jahr – etwas verspäten. Aber wie sagte schon mein guter Freund Jean Paul: „Das Schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht.“

Mauerblümchen

Leider ist dieser phänologische Kalender nicht ganz vollständig, denn zumindest in meinem Garten fehlt eine Frühlingsstufe, die zwischen Erstfrühling und Vollfrühling einzuordnen und die ich wohl eher der Phänomenologie als der Phänologie zuordnen möchte. Das ist der Frau Klammerles Frühling. Er beginnt, wenn die Temperaturen erstmals für ein paar Tage die magische 15°C-Marke übersteigen, eine heitere Sonne bereits frühmorgens vom Himmel lacht und die Frühjahrsblüher im lauen Wind auf den Feldern ihre Köpfe neigen, also in den Wochen nach Ostern. Dann geschieht etwas Seltsames mit meiner Frau. Im Gegensatz zu mir und auch der Katze Amy, die wir uns dann am liebsten in einem bequemen Gartenstuhl in die wamen Strahlen einer gütigen Sonne setzen, resp. liegen würden, um dort für ein paar Stunden das Leid der Welt, an dem wir so schwer tragen, zu vergessen, packt Frau Klammerle dann wie die vom Brutgeschäft aufgeregten Amseln eine schwer beschreibbare Unruhe. Katze und Mann würden gerne unserer Frühjahrsmüdigkeit erliegen, das lange vermisste Vitamin D tanken und wir wollen uns unter Protest nur dann von unserem Platz wegbewegen, weil die Abende doch noch recht kühl sind und – in Amys Fall – die Meisen gar zu frech um unsere Köpfe fliegen. Ganz anders ist da Frau Klammerle. Sie hält es keine Sekunde auf einem Ruheplatz, dann springt sie schon wieder auf. Sie platzt förmlich vor Energie und innerer Ungeduld; sobald sie neben mir für einen Wimpernschlag auf dem Gartenstuhl sitzt, ist es, als würde sie ein Stromstoß durchzucken und sie muss augenblicklich in die Höhe springen und einen Dekofrosch aufstellen oder an einem Gräslein zupfen (–> siehe auch: https://klammerle.wordpress.com/2014/03/21/geschmackloses-rewind). Das muss irgendetwas merkwürdiges mit ihren Hormonen sein, die ab 15°C Amok laufen, ich kenne mich da nicht so gut aus. Vielleicht ist es auch nur ihre Art, ihre Freude über den überstandenen Winter und der Lust am Leben Ausdruck zu verleihen.

Garten, Haus, Mann und Katze werden einem harten Regiment unterworfen, da gibt es etwas zu zupfen, dort etwas zu putzen, hier etwas zu befehlen und da eine Katze zu quälen. „Der Vorgarten! Wie schaut denn der aus? Man muss sich ja schämen! Möchtest du nicht den Rasen vertikutieren?“ – „Die Fenster. Bei dem Licht sieht man erst den Dreck!“ – „Schatz! Wann möchtest du endlich die ewig versprochene Erweitung zu unserem Frühbeet bauen?“ (1) – „Amy, dein Winterfell ist ja ganz verfilzt. Gott, was haart diese Katze! Ich muss dringend ein Mittel gegen Flöhe und Zecken kaufen! Aber zuerst wird sie gestriegelt!“ – „Lass uns auf der Stelle zum Bauhaus, Obi, IKEA, Segmüller, Depot, Dehner, in die Gärtnerei und zum Rewe fahren.“ – „Was essen wir eigentlich heute Abend? Möchtest du Zucchini?“

Mauerblümchen3

Ein geniales Hochbeet

Seit ein paar Tagen herrscht nun wieder Frau Klammerles Frühling in meinem Garten und meine Frau verwandelte sich wie von einem alten Fluch belegt in einen erbarmungslosen Herrn, der mich wie Herkules zu zwölf Heldentaten zwingt. Ich habe in der letzten Woche zum Beispiel unseren alten Komposthaufen entfernt und an seinem Platz eine großzügige Erweiterung meines genialen Hochbeets errichtet und dafür einen Sonnentag im kalten, finsteren Keller und einen Regentag im Matsch und Dreck verbracht. „Möchtest du nicht gleich auch noch den Keller mit aufräumen! Der sieht ja furchtbar aus.“ Ich habe 500 l Pflanzerde. Rindenmulch und Pflastersteine gekauft und geschleppt, dann unser Gartenhäuschen, dessen Kiesfundament im langen Winter abgesackt ist und das nun etwas windschief stand, mit Hilfe der von Frau Klammerle rekrutierten Söhne 1 und 2, ausgeräumt, ausgemistet und wieder aufgerichtet, einen Gartenweg restauriert und mit Platten belegt, die vermooste Terrasse gekärchert (2), und, und, und … jetzt habe ich mich aus Furcht, Frau Klammerle könnte noch etwas einfallen, in meinem Arbeitszimmer eingeschlossen und ihr verboten, mich zu stören (3), da ich an meinen Romanen, die die Welt braucht, arbeiten müsse. (4) Sie putzt inzwischen ein wenig die Wohnung, bezieht die Betten und bereitet mir ein wenig Arbeit vor.

Jammern beiseite, das heißt jetzt nicht, dass nur ich als kleiner Befehlsempfänger arbeite. Frau Klammerle leistet wesentlich mehr als ich und es ist meist mein schlechtes Gewissen, das mich von meinem Ruheplatz aufschreckt und frühjahrsputzen lässt, weil sie wieder wie Rumpelstilzchen durch Heim und Garten tobt und zwischendurch tatsächlich noch Zeit findet, zum Sport zu gehen, 10000 Whats-App-Nachrichten zu schreiben, Kuchen zu backen, meinen neuen Roman zu lesen, zur Nachtwache zu gehen oder unsere Ehe zu pflegen. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie sie das macht und dabei im Gegensatz zu mir auch noch gut aussieht. Ihre Minuten müssen 180 Sekunden haben. Und ja, am heutigen Sonntag in einem ehrlichen Moment im warmen Sonnenschein betrachtet: Das Ergebnis dieser Arbeitswoche kann sich wirklich sehen lassen. Der Garten ist wunderbar und das Haus glänzt. Vielleicht können wir uns jetzt -, für ein paar Minuten -, auf ein Radler …

Mauerblümchen2

Unser Traumgarten (noch nicht vertikutiert) …

„Schnickschnack! Wir müssen unbedingt zum Wertstoffhof, da liegt so viel Müll im Keller. Mein Arbeitszimmer muss ich noch aufräumen. Möchtest du den Crosstrainer in den 2. Stock bringen? Komm, wir fahren schnell zur Gärternei und kaufen einen Busch, dann sieht man die hässliche Ecke hinter dem Gartenhäuschen nicht. Wollen wir heute Nachmittag irgendwohin radeln, nach Oberschönefeld? Möchtest du erst die Räder putzen und herrichten? Und überhaupt, da fällt mir ein: Auf den Autos sind ja noch die Winterreifen. Möchtest du nicht …?“

_______

(1) Frau Klammerle gibt nie direkte Befehle. Sie formuliert sie immer als rhetorische „Möchtest du …?“-Fragen, bei denen sie allerdings nie das Fragezeichen mitspricht. „Nein“, wird als Antwort nicht anerkannt.

(2) Ja, Sohn Nr. 2, das Wort „kärchern“ gibt es, es ist keine Werbung, sondern kürzt genial „mit einem Hochdruckwasserstrahlreiniger abspritzen“ ab.

(3) Es sei denn, der Dachstuhl brennt, eine Zombiearmee trampelt über die Primeln oder das Mittagessen ist fertig.

(4) In Wirklichkeit schreibe ich diesen Text.

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Frohe Ostern!

Liebe Freunde,

ich sitze gerade in Goethes Garten in Weimar und warte auf besseres Wetter und Frau von Stein, um gemeinsam mit Faust, Wagner und einem gewissen schwarzen Pudel einen kleinen Spaziergang durch das friedliche Ilmtal zu machen. Doch alle sind etwas kapriziös und lassen noch auf sich warten. In der Zwischenzeit wünsche ich euch von hier aus wundervolle, friedliche Ostern.

Euer Nikolaus.

Eins noch: Ende April erscheint mein neues Buch „Kleine Lichter“. Ich lege gerade letzte Hand an die Korrekturen. Es ist der erste Band meines Jahrmarkt-Zyklus‘. Ich freue mich schon auf eure Reaktionen. Hier  eine Abbildung vom Umschlag:

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Auf nach Weimar!

Schild an meiner Haustür

Da der Herr Geheime Rat von Goethe mir absolut nicht den Gefallen tun möchte, mich in meiner schwäbischen Heimat aufzusuchen, werde ich es wie Mohammed mit dem Berg halten, dem Beispiel meiner Freunde Hoffmann, Tieck und Heine nacheifern, in meinem diesjährigen Osterurlaub gen Norden ins Thüringen’sche aufbrechen und das daselbst in Weimar ansässige „Groszthier“ der deutschen Literatur visitieren und, falls ich ihn persönlich antreffen sollte und er nicht wie so oft auf Badekur ist oder sich in seinem Gartenhaus eingeschlossen hat, einige Flaschen Rheinwein mit ihm und auf ihn leeren. Man munkelt, er würde in jüngster Zeit Eintritt in sein Haus am Frauenplan verlangen – so weit ist es schon gekommen. Auch der eine oder andere Besuch bei der Gräfin Anna Amalia, den edlen Damen von Stein, von Kalb, Schröter, und selbstredend bei Christiane Vulpius, vulgo Frau Goethe – die alle einander so gar nicht mögen -, und heitere Abendgesellschaften mit den Herren Schiller, Herder, Jean Paul und fraglos auch mit Wieland et al. sind angedacht, sowie Theatervergnügungen, Konzerte und Abstecher nach Erfurt und die reizende Umgegend – falls das Wetter mitspielt -, auch gerne auf Schusters Rappen oder mit dem Velociped. Ich hoffe nur, dass dann vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick. Wahrscheinlich jedoch ist mein Sehnen vergebens; so schnell und kampflos zieht sich in diesem Jahr der Winter nicht zurück.

Ich bin neugierig, welche Anregungen mir die kleine Stadt in der Mitte Deutschlands bieten wird. Freilich ist meine „Weimarer Reise“ nicht nur eine allzu verfrühte Sommerfrische, sondern auch eine Recherche für den 4. Teil meines Romanwerks „Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren“, das zu großen Teilen im März des Jahres 1832 zu Weimar spielen wird. (Ja, richtig gelesen! Ich bin ein fleißiges Kerlchen und arbeite bereits am 4. Teil der Trilogie, nachdem ich die erste Fassung des 3. beinahe fertig und die berechtigte Hoffnung habe, sie noch im Sommer veröffentlichen zu können.)

Goethe

Mein Plastik-Goethe

Ich werde aufgrund dieser Pilgerreise zu den Altvorderen meiner Zunft diesen Blog, den ich den den letzten Wochen fleißig mit meinen kleinen Textchen gefüllt habe, zwei oder drei Wochen ruhen lassen und wünsche meinen Freunden, wenigen Lesern und auch allen, die in der letzten Zeit auf meinen Blog gestoßen sind, ein gesegnetes, sonniges, friedvolles und schokoladeneierreiches Osterfest.

Bis bald, euer Nikolaus.

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Grüße vom Winterurlaub!

Diesmal hat es Frau Klammerle und mich nach Toblach im Südtiroler Hochpustertal verschlagen, wo wir unserer Leidenschaft fürs Schneeschuhwandern in der atemberaubenden winterlichen Dolomitenlandschaft des 3-Zinnen-Gebiets nachgehen, aber auch noch genug Zeit für das Langlaufen*, Winterwandern, Sauna-Wellness und gutes Essen auf abgelegenen Almhütten finden. Das Wetter ist eisig, aber sonnig, die Wanderwege tief verschneit, die Aussichten gewaltig und auch der Muskelkater in meinen Beinen hat sich gewaschen.

Leider ist der Urlaub fast schon wieder vorbei. Ab Montag beginnt dann mit der 15. Fortsetzung meines Künstlerromans „Die Wahrheit über Jürgen“ wieder der Alltag auf diesem Blog.

Bis dahin, noch ein schönes Wochenende und Grüße von meinem Lieblingsplatz.

Euer Nikolaus

_____________________

* Wohlbemerkt: Frau Klammerle läuft lang – mir ist die Fortbewegung auf  rutschigen Holzbrettern, die man auch noch einwachst, ein Gräuel und nicht nachvollziehbar. Während meine liebe Gattin frisch und fromm über die Loipen segelte, habe ich inzwischen weiter  am 3. Geltsamerroman geschrieben, den ich fast zu Hälfte fertig habe. Er geht mir flott von der Hand. Da liegt wahrscheinlich auch an den frostigen Außentemperaturen von – 17° C hier in Toblach, denn ein Großteil meines neuen Buchs spielt in einem sibirischen Gulag.

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Ein, zwei Wochen Ruhe vor mir …

Lustig ist die Fasenacht, wenn Frau Klammerle Küchle backt …

kiechle

Ich würde euch gerne mal von den Küchle (sprich. „Kiachle“) probieren lassen, aber das Beamen von Lebensmitteln ist leider noch in der Versuchsphase und die Ergebnisse nicht unbedingt zufriedenstellend. Doch schließt mal die Augen und streckt eure Nasenlöcher in die Luft … riecht ihr das? Es riecht nach Fett, Kalorien, Zucker, Diabetes und Kalorien im Übermaß – einfach wundervoll! Vor allem, wenn man wie ich seinen Neujahrsvorsatz eingehalten und vom 1.Januar bis heute strenge Diät gehalten hat. Zehn Kilo sind schon runter – nicht schlecht, was? (Wahrscheinlich werden es nach der Faschingswoche nur noch 5 sein …)

Dsch-Zwischen

Auf jeden Fall werde ich meine Wundertüte hier für ein paar Tage ruhen lassen und mit Frau Klammerle Winterurlaub im verschneiten Hochpustertal machen, um Winterwanderungen zu machen, langzulaufen (Frau Klammerle zumindest, mir ist das viel  zu rutschig) und mit Schneeschuhen auf die Berge zur nächstgelegenen offenen Almhütte zu stapfen.

Und freilich werde ich auch an meinen Texten weiterarbeiten und letzte Korrekturen an meinem neuesten Werk Der Weg, der in den Tag führt (habe ich das eigentlich schon erwähnt?) durchführen. Mein Korrekturexemplar ist vorgestern von der Druckerei gekommen und der 400-Seiten-Roman wird Ende Februar offiziell im Buchhandel erhältlich sein.

Wenn euch der Aschermittwoch und der Beginn der Fastenzeit dann zu trist und traurig sind und der Sturmregen gegen eure Fenster prasselt – dann macht euch eine Tasse Tee Ingwertee,  setzt euch in euren Lieblingssessel am prasselnden Kaminofen und lest -, vielleicht sogar ein paar meiner Geschichten. Es wäre ein schönes Geburtstagsgeschenk für mich (Wer den 2. Band von Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren gelesen hat, weiß  ja, dass ich wie Bert Brecht am 10. Februar Geburtstag habe). Ich würde mich wirklich freuen.

Bis bald in ein, zwei Wochen – bei hoffentlich frühlingshafterem Wetter.

Euer Nikolaus.

 

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Lobende Worte

Heute morgen flatterte mir eine Rezension meines Buches „Noch einmal davon gekommen“ ins Haus, die ich hier einfach im Wortlaut zitieren muss, weil sie so schmeichelhaft und großartig ist. Der graue und eisigkalte Wintertag war plötzlich voller Sonnenschein und Wärme. Danke, Ladybella, du hast mir den Tag gerettet.

„Von Ladybella911:

Zum Inhalt :

Die besten Kolumnen, Glossen und Kurzgeschichten aus dem literarischen Blog „Aber ein Traum“ des Diedorfer Schriftstellers Nikolaus M. Klammer über sein kompliziertes Familienleben mit Frau, zwei erwachsenen Söhnen und einer Katze, seine Reisen und sein Leben als Autor und Mitmensch.

  • Heiter, geistreich, intelligent und voller Humor, Wortwitz und Selbstironie sind sie, diese Geschichten aus dem Familienalltag eines Autors. Wie immer in dem unnachahmlichen Schreibstil, den ich von Nikolaus Klammer gewohnt bin.
  • Und so anders. Erfrischend anders. Hier hat der Autor die besten Geschichten aus seinem Blog, den er seit einigen Jahren betreibt, zu einem köstlich charmanten Buch zusammengefasst, das berührt und bezaubert.
  • Ganz alltägliche Geschichten sind es, die genauso gut dir oder mir passieren könnten, soll heißen, natürlich nur, wenn „wir“ Klammers Familie wären, denn dir oder mir passieren solche teilweise urkomischen Begebenheiten nicht, beziehungsweise ist es uns nicht gegeben sie auf diese unnachahmliche Art dem Leser nahe zu bringen.
  • Und genau das ist es, was die Qualität des Geschriebenen ausmacht, der sensible einfühlsame Schreibstil, der uns manchmal glauben macht, selber der Protagonist zu sein.

Mich hat diese „Sammlung“ wieder einmal total begeistert, und ich bin froh, dass es Autoren wie Nikolaus Klammer gibt, die aufzeigen, dass es abseits vom Mainstream so viel mehr und so viel unvergleichlich Lesenswertes gibt.

Hierfür kann es nur 5 Sterne geben, geht gar nicht anders !!“

Da fehlen mir die Worte. Merkwürdigerweise ist „Noch einmal davon gekommen“ dasjenige meiner Bücher, das sich am schlechtesten verkauft.

„Noch einmal davon gekommen“
als Taschenbuch oder als E-Book erhältlich
228 Seiten, illustriert
ISBN 978-3-7450-4300-6

 

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345 Tage zu früh …

… oder eher 3 Wochen zu spät.

Heute ist nach zwei Monaten Wartezeit – also nur unwesentlich verspätet – endlich „Karl-Heinz, der Weihnachtshund“ aus der Druckerei gekommen. Ich wollte eigentlich mit dem kleinen Büchlein meine Freunde und fleißigsten Follower zum Fest beglücken, aber epubli war offenbar der Meinung, dass mein „grandioses“ Werk nicht wichtig genug ist, es pünktlich zu verschicken. Dabei ist es doch – Zitat vom Buchrücken: „Eine erbauliche, abenteuerliche, zwerchfellerschütternd lustige, herzerwärmende, gar gruslige und intellektuell fordernde Weihnachtsgeschichte um sabbernde Hunde, singende Esel, verwirrte Lektoren und Verlegerswitwen, düstere Geheimnisse im Untergrund, gefährliche Karlnickel, Schichtkohl, einen großen Pinkelbaum und einen shakespearesüchtigen türkischen Dönerbuden-Besitzer“.

Na, das nächste Weihnachten kömmt bestimmt. Wenn jemand ungeduldig ist und nicht so lange warten will, bis das Christkind wieder kommt: Einfach mich kontaktieren. Ich sitze auf einem Stapel Weihnachtshunde.

Nikolaus

 

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Verlosung von „Noch einmal davon gekommen“

 

Was bin ich doch für ein großzügiges Kerlchen: Um das neue Jahr zu feiern, verlose ich bei LOVELYBOOKS 3 (in Worten: DREI) Exemplare meines Kurzgeschichtenbands „Noch einmal davon gekommen“. (1)

Ich habe in ihm die meiner bescheidenen Meinung nach besten Glossen, Kolumnen, Artikel und „Freitagsaufreger“ aus 4 Jahren „Aber ein Traum“-Bloggeschichte zusammengetragen (2), diese gründlich überarbeitet, aktualisiert und für die Buchausgabe eingerichtet.

Macht doch einfach bei der Verlosung mit, wenn ihr auch einen Band geschenkt bekommen wollt!

Ein Kritiker  bei Amazon hat übrigens  folgendes über das Buch geschrieben:

„Noch einmal davon gekommen“, dessen Cover bereits einen schwer mitgenommenen Nikolaus Klammer zeigt, ist eine Sammlung von Kolumnen, Glossen und Kurzgeschichten, die der in Diedorf bei Augsburg wohnende Autor in den letzten vier Jahren für seinen Blog „Aber ein Traum“ geschrieben und für das Buch neu eingerichtet, erweitert und überarbeitet hat.

In seinen Texten voller Charme und Esprit beschreibt Klammer auf wirklich ansprechende und humorvolle, manchmal auch nachdenkliche Weise sein chaotisches Familienleben mit seiner immer wieder an seinen Unarten verzweifelnden Frau, den zwei erwachsenen Söhnen und Amy, der Katze. Er gibt Einblicke in sein Leben als Autor, beschreibt seinen Kampf mit den Tücken des Objekts, dem Unkraut im Garten und den Widrigkeiten des Alltags (Herrlich sind z. B. die Geschichte, wie man einen Oktopus kocht oder die geheimnisvolle „Mangold-Affäre“).

Das alles beschreibt Klammer auf eine so heitere und selbstironische Weise, dass man ihm gerne durch sein Privatleben folgt und es wirklich bedauert, wenn man viel zu früh am Ende des Buchs angekommen ist.

„Noch einmal davon gekommen“ ist auf 230 Seiten liebevoll illustriert und eine absolute Empfehlung für alle, die sich geistreich unterhalten lassen wollen.

*

Und schließlich noch ein zum Januar passender Ausschnitt aus dem Buch:

Der fürchterliche Monat

Einer der bedauerlichsten Irrtümer der Evolution ist der, dass sie den Menschen nicht wie den Bären, die Maus, den Igel oder das Murmeltier oder auch den Sie­benschläfer zum Winterschlaf geführt hat. Man sollte sich diese Tiere als glücklich vorstellen. Der Mensch je­doch muss unverdrossen auch in der kalten Jahreszeit wirken, weben und handeln, leben, lieben, leiden und – frieren. Wie angenehm wäre es, für drei oder vier Mona­te all die Arbeit, den Ärger, die Politik und die Mit­menschen zu vergessen, sich Anfang November in sein Schlafzimmer zurückzuziehen, noch ein wenig im Zau­berberg zu blättern (da macht es nichts, wenn man im Frühjahr nicht mehr weiß, was man gelesen hat), dann gelangweilt und sattsam müde das Nachttischlicht lö­schen, sich in dicke Federkissen einrollen und bis in den März hinein zu schlafen, um gestärkt und ein paar Pfunde leichter gemeinsam mit der Natur wieder zu er­wachen.

Gut, ein paar Dinge wären anders, aber wahrscheinlich besser: Man müsste Weihnachten im Sommer feiern, auch alle Geburtstage würden in die schöne Jahreszeit fallen. Auf der anderen Seite gäbe es das unselige Ski­fahren nicht und keine Langlaufloipen. Die Berge wür­den nicht von den Dinosaurierskeletten der Lifte und Bahnen verschandelt und durch die Beanspruchung ver­karsten, es gäbe keine Glatteisunfälle und Rentnerinva­sionen auf Mallorca, man müsste keinen Schnee schip­pen, sein Auto nicht enteisen und Heizöl und Benzin würde noch ein paar Jahrhunderte länger reichen. Kein Bauer könnte mehr seine Gülle schon im Februar auf die Felder kippen und – welche Erleichterung – den rhei­nischen Karneval würden ebenfalls alle verschlafen (Statt „Kölle alaaf“ hieße es „Kölle schlaf“). Vielleicht gäbe es auch weniger Kriege, weil die Leute lieber schla­fen als kämpfen. Die Verbrechensrate wäre bestimmt geringer; man bräuchte für edle Pelzmäntel keine Tiere schlachten und würde insgesamt länger leben, da uns unser Energiehaushalt zu einem langsameren, ruhige­ren Leben zwingen würde.

Man stelle sich nur die heiteren Familienfeste Ende Oktober vor, bei denen man sich von einander verab­schiedet und sich gemeinsam seinen Winterspeck anfut­tert, um die anschließenden Fastenmonate zu überste­hen, die man schlafend und angenehm in seine Pfühle gekuschelt verbringt. Das türkische Zuckerfest wäre da­gegen eine Diätveranstaltung. Apropos Diät: Die Win­terruhe wäre ein wirklich funktionierendes ‚Abnehmen im Schlaf‘ für jedermann und alle Frauen kämen ohne irgendwelche ‚leckeren‚ Diät-Drinks und die Weight-Wat­chers im Frühjahr mit ihrer Bikinifigur aus dem Schlaf­zimmer!

Aber es soll leider nicht so sein … Die Tretmühle läuft ohne Pause weiter.

Und der schlimmste dieser Wintermonate ist der Janu­ar, an dem eigentlich nichts janusköpfiges, zweigesichtiges ist, da er ei­nem tagein, tagaus seine hässliche Fratze entgegen­streckt. Der Januar ist ein Monstrum, ein Unhold. Dass das neue Jahr ausgerechnet mit diesem toten, amorphen und grauen, dabei endlosen Monat beginnen muss, ist mir ein Rätsel. Januar ist kein Neubeginn. Er ist noch vollkommener Winter, kalt, düster, seine Wetterkaprio­len grausam und davon, dass die Tage wieder länger werden, merkt man auch noch nichts. Der Januar kennt kaum Feiertage und keine Lichtblicke, man leidet unter Vitamin-D-Mangel und depressiven Schüben. Er bringt die ersten bedeutenden Schneemengen und viele zusätz­liche Arbeiten und Gefahren. Bewegungslos und gleich­förmig reihen sich seine kurzen Tage aneinander und die bitteren Nächte werden nicht einmal vom Lichter­schmuck wie im Dezember erhellt. Es gibt auch plötzlich keine Glühweinstände und Weihnachtsmärkte mehr, ob­wohl sie gerade jetzt viel notwendiger sind als während des Advents, in dem normalerweise vorweihnachtliches Tauwetter und frühlingshafte Temperaturen vorherr­schen.

Warum ist ausgerechnet der Januar einer dieser Mona­te mit 31 Tagen? Nicht einmal die gnädige Kürze des Fe­bruars will man uns gönnen. Warum nimmt man nicht wenigstens den letzten Tag und hängt ihn meinetwegen an den Juni? Ein 31. Juni hätte immer schönes, warmes Sommerwetter, aber ein 31. Januar – wer braucht denn den? Gleiches gilt übrigens für den Schalttag Ende Fe­bruar, auch dieser ist völlig verschwendet an den Winter und sollte z. B. in den goldenen September verschoben werden. So könnte man durch eine einfache Kalenderän­derung dem Jahr zwei weitere schöne Tage hinzufügen. Vielleicht sollte man den Januar gleich zwischen Juli und August legen! Das ist es: Dann hätten wir einen Mo­nat mehr Sommer. Warum ist darauf eigentlich noch niemand gekommen? Vielleicht sollte ich mit dieser ge­nial einfachen, aber sinnvollen Forderung einmal zu meinem Bundestagsabgeordneten gehen …

Aber wie immer hört ja keiner auf mich! Nein, der erste Monat des Jahres hat nichts, was mir sympathisch ist, außer an unverdienter Länge hat er von allem zu wenig. Er ist abweisend wie ein verbitterter alter und ungewa­schener Mann. Und alle 12 Monate, wenn ich ihn fast schon wieder vergessen habe, tritt er erneut in mein Le­ben, hockt sich ausdauernd  auf meine Seele und beläs­tigt mich. Ja, wie  gerne würde ich zumindest den Janu­ar verschlafen! Ich habe es versucht, war letzte Woche fest entschlossen, erst wieder aufzustehen, wenn Anfang Februar mein Geburtstag ansteht. Frau Klammerle und auch mein Arbeitgeber waren von der zwingenden Not­wendigkeit, diesen Monat einfach auszulassen, nicht zu überzeugen. Nur deshalb gibt es diesen Text. Eigentlich wollte ich noch im Bett sein.

Wenn Ihr also von heute an nichts von mir hört: Weckt mich nicht.

Enden will ich allerdings mit den Zeilen meines engen Freundes und Leidensgefährten Walther Vogelweide, der missmutig und übellaunig schon vor einigen Jahren dichtete:

Möchte ich verslâfen des winters zît ! 
wache ich die wîle, sô hân ich sîn nît, 
daz sîn gewalt ist sô breit und sô wît. 

______________

(1)  Nein, das ist vielleicht etwas unglücklich formuliert, aber kein Rechtschreibfehler. Ich weiß, dass man „davongekommen“ normalerweise zusammenschreibt. Die Idee dahinter war, dass ich in dem Buch noch einmal von dem Jahr und den Geschehnissen gekommen bin, über das ich darin berichte …

(2) … und 62 Fußnoten. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich wie David Foster Wallace nicht nur schreibsüchtig, sondern auch ein Fußnoten-Fetischist bin?

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Die drei beliebtesten Blogbeiträge

2017 ist nun doch vorbei und es war im Privaten und im Rückblick betrachtet weder mein bestes noch mein schlechtestes Jahr. Ich habe zum ersten Mal in meinem Autorenleben einige von meinen Büchern als sog. Selfpublisher veröffentlicht, von denen sich zumindest die Bände der Geltsamer-Reihe ab und an verkaufen lassen (in der nächsten Woche beginne ich übrigens mit dem Vorabdruck des 3. Bands: „Das Gulag des Dmitri Alexandrowitsch Krakow“) und habe von den Lesern auch einige ordentliche Kritiken bekommen.

So sieht die Kritik-Sterne-Ausbeute momentan bei Amazon aus.

Dieser Blog hier hatte mit 2200 Besuchern etwa 15 % weniger Zugriffe als im letzten Jahr, insgesamt waren es seit dem Mai 2013, dem Gründungstag des Blogs, 13.500 Aufrufe. Mir folgen hier 123 Blogger – von 99 % dieser Follower höre ich allerdings nie etwas. Insgesamt kann man nicht behaupten, dass der Blog erfolgreich sei, aber das ist ja auch nicht der Grund, aus dem ich ihn führe. Nebenbei: Ich gestalte noch einen 2. Blog, nämlich rosmarinkatze.wordpress.com, der zum Gesamtkonzept der Geltsamer-Romane gehört und vorgeblich von einer der Hauptpersonen dieser „Trilogie in 5 Bänden“ geführt wird; dieser Blog hatte seit seiner Gründung im Mai 2017 insgesamt 160 Aufrufe, aber über 600 (!) Spamkommentare; also ungefähr 3 pro Tag. Wenn das kein Erfolg ist! Ich vermute, diese Spam-Schwemme in Monty-Python’schem Ausmaß liegt wahrscheinlich darin begründet, dass ich dort vorgebe, die blonde und etwas naive Dichterin Verena Salva zu sein und die vorwiegende Farbe des Blogs rosa ist.

Die im Jahr 2017 am häufigsten aufgerufenen Texte auf meinem Blog sind:

1. Der Fremde – Kurzgeschichte https://klammerle.wordpress.com/2013/07/01/der-fremde-kurzgeschichte/

2. Rache – Kurzgeschichte https://klammerle.wordpress.com/2013/11/04/rache-kurzgeschichte/

3. Minnedichtung – Essay https://klammerle.wordpress.com/2013/07/04/minnedichtung-ein-essay-i/

danach folgt nur leicht abgeschlagen:

4. Der Oktopus – Ein Capriccio https://klammerle.wordpress.com/2013/06/05/der-oktopus-ein-capriccio-a-la-heun/

Warum es ausgerechnet diese Texte sind, die hier die Rangliste anführen, weiß ich nicht. Meine persönliche Bestenliste sähe vollkommen anders aus. Interessant ist, dass alle diese Texte aus dem Jahr 2013 sind – warum auch immer …

Nun, vielleicht findet an diesem milchweißen Neujahrstag ja jemand die Ruhe, diese Geschichten zu lesen (sie sind alle nicht sehr lang) und mir zu erklären, was sie so herausragend macht.

Bis bald auf diesem Blog,

Euer Nikolaus

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