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Der Pfingsturlaub eines Schriftstellers

gestern – heute

Es soll ja tatsächlich neben mir selbst noch weitere Menschen geben, die ab und an diesen Blog besuchen, weil sie sich für die Texte interessieren und mir nicht die Kommentarfunktion mit irgendwelchem Rotz vollspammen wollen. Sie sind in der Minderzahl, aber daran bin ich seit nun fünf Jahren gewöhnt. Ich führe diesen Blog ja in erster Linie als Teil meines Arbeitsprozesses als Autor.

Ich finde es entsetzlich langweilig(1), wenn ein Autor über das Schreiben schreibt (oder den horror vacuii, der m. E. nur eine weinerliche Ausrede ist), aber ich werde es jetzt auch einmal kurz tun, denn ich wurde gefragt, warum ich meine Romane hier Woche für Woche in Fortsetzungen poste, die ja eh niemand liest.

Hier arbeite ich am Geltsamer …

Ich arbeite nach folgendem Schema: Der  erste Entwurf erfolgt handschriftlich in eines meiner karierte Notizbücher, pro Tag schreibe ich etwa 2000 bis 2500 Wörter, selten mehr. Ich habe für jedes Romanprojekt ein eigenes Heft. Auf diese Weise entstehen in Manuskriptform pro Schreibtag etwa 10 spätere Buchseiten, eher weniger. (2) Im nächsten Schritt tippe ich die entstandenen Texte aus dem Notizbuch ab (Ich benutze dazu die LibreOffice, die ich Word und anderen Textverarbeitungsprogrammen vorziehe). Die ursprünglichen Entwürfe werden dadurch meist etwas länger. Der nächste Schritt findet dann hier auf dem Blog statt. Ich poste das Stück als Fortsetzung und überarbeite es am Bildschirm noch mehrmals. Wenn der gesamte Text auf diese Weise einmal komplett auf „Aber ein Traum“ erschienen ist, erfolgt im Anschluss  das Überarbeiten und die Lektorieren dieser „Betaversion“ für die Buchausgabe, deren Probeexemplar dann noch einmal von meinen Freunden nach Fehlern untersucht wird. Es ist erschütternd, wie viele Tippfehler, Wortwiederholungen und verunglückte Formulierungen dann noch stehenbleiben und erst langsam in der 3. oder 4. Ausgabe ausgebessert werden.

Trotzdem ist es mir auf diese Weise möglich, 2 Romane im Jahr zu schreiben und meine kleine Werkausgabe wächst.

Beim 3. Teil von „Dr Geltsamers erinnerte Memoiren: Das Gulag des Dr. Krakow“ werde ich mit dem Rohentwurf bald fertig sein und zwar – wie ich hoffe – bereits in den nächsten Wochen, in denen ich Urlaub auf Kreta machen werde. Dieser Blog ruht so lange. Ich bin also weit, weit weg; von einem kleinen Appartement an der Nordwestküste der griechischen Insel aus wandern, Kultur bestaunen und im mare nostrum planschen und gleichzeitig im Jahre 1951 in einem sibirischen Gulag, in dem Ungeheuerliches geschieht. Es ist übrigens das erstemal seit 18 Jahren, dass ich wieder einmal Griechenland besuche, obwohl es früher mein Lieblingsurlaubsziel war – Italien liegt mir inzwischen in jeder Hinsicht näher. Deshalb gibt es jetzt auch kein aktuelles Foto, sondern einen alten Schnappschuss, den Frau Klammerle bei unserem ersten Urlaub auf dem griechischen Archipel machte. Es zeigt den Autor 1986 als jungen Mann, der gerade an seinem ersten Roman „Das Spiel“ (3) arbeitete – so arg habe ich mich gar nicht verändert und ich hoffe, Hellas hat das auch nicht.

Das Foto ist ja noch schneller gealtert als ich …

θα σας δω σύντομα και πολλά χαιρετισμούς,

Euer Nikolaus

 


(1) Gut, noch langweiliger finde ich es, über Träume zu schreiben oder welche beschrieben zu bekommen. Gott, ist das fade!

(2) Eine durchschnittliche Glosse auf meinem Blog ist etwa 800 Wörter lang; die Roman-Fortsetzungen haben 1200 Wörter.

(3) Von diesem nie ganz fertig geschriebenen Anfängerstück, dessen 2. Teil auf Mykonos spielt, gibt es hier auf dem Blog nur ein paar Bruchstücke zu lesen, der Rest ist zu halbgar. Allerdings habe ich manche Abschnitte später an anderer Stelle recycled. Merke: Schmeiße nie etwas weg, das du geschrieben hast.

 

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Eine kluge Frage und ein Jubiläum

EIN GRUND ZUM FEIERN UND UM ZURÜCKZUBLICKEN

Ich gebe es zu: In den letzten Wochen habe ich meinen Blog ein wenig stiefmütterlich behandelt. Das liegt zum einen an meinem Brotberuf, der im Moment viel von meiner Zeit frisst, zum anderen schlicht daran, dass ich zu faul war. Schließlich war der April ungewöhnlich warm und sonnig und reizte zu Ausflügen, Wanderungen, Radtouren, Biergartenbesuchen und zum Einfach-mal-faul-auf-der-Gartenterrasse-Herumlümmeln. Es ist jedes Jahr das Gleiche: Gelange ich erst einmal langsam aus dem Winter- in den Sommermodus, bin ich mehr „Körper“ als „Geist“.  Außerdem sind die Zugriffe auf meinen Blog marginal und ich rede hier meist nur mit mir selbst. Da kann ich mir auch mal ein paar Pausen gönnen.

Meine liebe Kollegin lunaewunia, die mir hier folgt (sie selbst schreibt hier: schreibmaschinchenblog.wordpress.com), liest allerdings gerade meinen Roman „Die Wahrheit über Jürgen“, den ich hier jeden Montag in homöopatischen Häppchen vorveröffentliche, bis er im Herbst als Buch erscheinen wird. Sie war so nett, ein paar kritische Anmerkungen zu dieser Betaversion des Romans zu machen und hat mir unter anderem die folgende Frage gestellt:

lunaewunia: „Was ist denn deiner Meinung nach der beste Einstieg in dein Schaffen?“

Ganz ehrlich, ich war vollkommen überrascht. Diese Frage hat mir noch nie jemand gestellt und ich habe mir auch noch nierichtig  darüber Gedanken gemacht. Ich habe mir von lunaewunia ein wenig Bedenkzeit ausgebeten und nachgedacht. Heute – denke ich – ist der richtige Moment, diese Frage etwas ausführlicher zu beantworten, denn ich feiere in diesen Tagen ein ganz besonderes Jubiläum auf meinem Blog.

Er ist 5 Jahre alt geworden.

Im Moment findet ein interessierter Literatursüchtiger hier über 700 Artikel (1). Er kann Glossen, Rezensionen, Kurzgeschichten, Erzählungen, Romanausschnitte und sogar Gedichte und ein Theaterstück lesen. Aber das Ganze ist ein ungeordnetes Knäuel ohne innere Reihenfolge und System; es fehlt die ordnende Hand. Kein Wunder, bin ich doch nicht nur ein fauler, sondern auch ein schlampiger Mensch, der als Messie in seinem Dreck leben würde, ließe dies Frau Klammerle zu. Für mich war dieser Blog am Anfang nur ein neues Spielzeug, das ich mal ausprobieren wollte, um mitreden zu können. Doch mit dem mir selbst verordneten Zwang, ihn mit Inhalten zu füllen, wurde er mir für meine Arbeit als Autor schnell unverzichtbar und bringt mich dazu, regelmäßig an meiner Literatur zu arbeiten. Der Blog ist mein ins Internet ausgelagertes Gewissen, das mich zwickt, wenn ich mal wieder eine Faulenzerphase habe. Tatsächlich ist es nur ihm zu verdanken, dass ich inzwischen 6 Bücher geschrieben, überarbeitet und im Selbstverlag herausgegeben habe, denen noch in diesem Jahr zwei weitere folgen werden.

Die Texte dieser Bücher sind hier größtenteils nicht mehr zu finden; wer sie lesen möchte, muss sie kaufen. 😉

Also, wie sollte man nun in die Welten des Nikolaus Klammer einsteigen? Ich denke, das liegt am jeweiligen Leser. Denn ich bin ein sehr vielseitiger Autor, den Genre-Grenzen noch nie interessiert haben. (2)

Von kurz nach lang:  Wer nur einmal kurz reinschmecken möchte, um meine „Schreibe“ kennenzulernen, dem würde ich empfehlen, bei meinen Kurzgeschichten zu beginnen. Sie sind mal heiter, mal fantastisch, mal unbequem, aber immer originell. Hier folgt eine repräsentative Auswahl, die Reihenfolge ist zufällig; tatsächlich finden sich noch viele weitere Kurzgeschichten in den Archiven des Blogs:

Bappbpel Der FremdeDas Rote HausDer WolfsmondEismanns WilleWahrheit –  PalimpsestDer Schriftsteller, die Putzfrau und der TodRacheDer OktopusKleine VeränderungenKarls Träume

Für den etwas längeren Atem: Eine Liste von Erzählungen, die hier in mehreren Fortsetzungen erschienen und bis zu 50 Buchseiten lang sind. Die Geschichten sind für den erfahrenen Leser gedacht, ich mache es in ihnen weder ihm noch mir leicht. Der Link führt jeweils zum ersten Teil der Erzählung:

Der Engel im SpiegelTraditioncrisis – Bei den GroßelternDas Zeichen des Lebens –  Haare lassen ErSieEs

Der „Jahrmarkt in der Stadt“-Zyklus: Erzählungen und Romane, die um die Künstlerszene in Augsburg kreisen. Sie sind die ältesten Texte von mir, die man hier finden kann. Ich werde diese Geschichten noch einmal überarbeiten und in den nächsten Jahren Schritt für Schritt in Buchform veröffentlichen. (3)

StromausfallEin andere Art der LiebeDie fürsorgliche SchuldNutzlose MenschenDie Wahrheit über JürgenDas goldene Kalb

Für die Freunde des Phantastischen: Die mit Abstand erfolgreichsten und beliebtesten meiner Bücher sind die auf 5 Bände konzipierten Romane meiner „Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren“-Trilogie, von der bereits Teil 1 und 2 im Selbstverlag erschienen sind; im Sommer folgt Teil 3, den man hier mitlesen kann. Dann finden sich hier noch die ersten sechs Kapitel des Romans „Aber ein Traum“, der dem Blog seinen Namen gab und sozusagen die „ernsthafte“ Variante der Memoiren ist. (4)

Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren (Teil 3)Aber ein Traum

Fantasy und Science Fiction: Schließlich kommen wir zum Unterhaltsamsten, meinem spannenden Brautschauzyklus, der 8000 Jahre in der Zukunft spielt und als Young-Adults-Buchreihe konzipiert ist, die munter und respektlos Fantasy- und Science-Fiction-Elemente durchmischt. Das ist ein Projekt, das mich noch viele Jahre beschäftigen wird.

Brautschau 2: Faiabas Erwachen –  Der Weg, der in den Tag führt I: KarukoraDer Weg, der in den Tag führt II: Paradais

Anderes und Vermischtes: Ich habe im Laufe der Jahre hier viele Rezensionen, Glossen, Satiren, Streiflichter, Philosophisches und Theoretisches und Geistesblitze veröffentlicht, heiteres und ernsthaftes, nachdenkliches und unsinniges; vieles davon ist in dem Sammelband „Noch einmal davon gekommen“ zu finden. Hier kann man mich gut kennenlernen. Vielleicht ist dieses Büchlein der beste Einstieg in mein Werk.

Antilopen (Theaterstück)WochenleseDer Dichter als DenkerFreitagsaufregerBock des Monats und selbstverständlich mein Essay über die Minnedichtung

Ich hoffe, diese Liste hilft dem verwirrten Besucher meines Blogs, sich bei mir zurecht zu finden und sich aus dem üppigen Kuchen die Rosinen herauszupicken, die ihm munden.

Doch nun wünsche ich euch allen einen wunderschönen Mai und ich würde mich freuen, wenn ihr einfach mal bei mir vorbeischaut, egal ob virtuell oder tatsächlich, und mit mir auf 5 weitere und gemeinsame Jahre auf diesem Blog anstoßt. (5)

Euer Nikolaus

 

______________

(1) Ein paar Zahlenspiele: Etwa 300 Blogeinträge habe ich „privat“ gestellt. Das sind in der Regel Ausschnitte aus Texten, die ich später als Buch veröffentlicht habe und veraltetes, missglücktes Zeug. Insgesamt habe ich also seit dem Mai 2013 knapp 1000 Artikel geschrieben, das sind 2 – 3 pro Woche – nicht schlecht für einen faulen Autor. Jeder Artikel beinhaltet um die 1000 Wörter – mal mehr, mal weniger -, ich könnte also mit dem veröffentlichten Inhalt meines Blogs ein Buch mit 4000 Seiten füllen. Ich gebe es zu: Ich bin schon ein wenig stolz auf diese Leistung.

(2) Manche – sich selbst als „ernsthaft“ einordnende – Leser stößt so etwas ab, denn sie sind der Meinung, dass man nicht U und E miteinander vermischen kann und darf und ein Autor, der Fantasy oder Krimis schreibe, kein guter und lesenswerter Belletristiker sein könne. Nun, vielleicht ist das in meinem Fall so, aber ich selbst glaube, es ist nur ein veraltetes Vorurteil und diesen Lesern entgeht eine ganze Menge Spaß.

(3) Den Anfang hat das frisch veröffentlichte Buch „Kleine Lichter“ gemacht, in dem die Erzählungen „Pasenows Schuld“, „Die Lichtung“ und der Kurzroman „Ein kleines Licht“ zu finden sind; demnächst wird der Roman „Die Wahrheit über Jürgen erscheinen“, nächstes Jahr folgt dann der Band „Stromausfall“.

(4) Ich will in diesem Zusammenhang kurz auf rosmarinkatze.wordpress.com hinweisen, den außer von den lieben Spammern (4a) vollkommen unbeachteten Blog, den Verena Salva – eine der Hauptfiguren von „Dr. Geltsamers Memoiren“ – führt. In ihrem Blog lassen sich einige Gimmicks für die Fans der Geltsamer-Romane und hübsche Gedichte und Fotografien finden.

(4a) Während mich hier in den fünf Jahren etwa 500 Spamkommentare belästigten, sind es auf Verenas Blog, der erst seit einem Jahr existiert, bereits 11oo – die meisten übrigens in portugiesischer Sprache.

(5) Denkt an die Gefahren des Trinkens! In dem Glas, das ich auf dem Bild in der Hand halte, ist selbstverständlich kein Maibock, sondern ein alkoholfreies Radler.

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Ein Unfall auf Madeira

Auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass ich mir am 10. April 2017 den Südwesten der Insel Madeira wandernd erschließen wollte und leichtfertig von der vorgegebenen Route abwich, um ein Foto von einem Wasserfall zu machen, den ich in der Nähe verlockend plätschern hörte, der aber hinter einer Kurve lag. Ich verließ die ausgetrampelte Levada (so nennt man auf der portugiesischen Insel schmale Wasserwirtschaftswege entlang alter Bewässerungsgräben; Levadas sind so etwas ähnliches wie die Südtiroler Waalwege) und folgte dem Lauf des Bachbetts zwischen den Felsen etwa 50 Meter weit. Die Wasser, die von allen Seiten herunterrannen und einen kurzen Fluss bildeten, strömten kräftig zwischen glitschigen Steinen und Moos auf die Levada zu. Es war ein Balance-Akt, aber er klappte und die Aufnahme belohnte alle Mühen:

Auf dem Rückweg jedoch misslang mir der letzte Sprung vom Fels zurück auf den sicheren Boden des Wanderwegs. Ich rutschte aus, stürzte in das etwa knietiefe, eiskalte Wasser, schug schwer mit dem Kopf auf den Fels – hielt aber meine Kamera dabei tapfer in die Luft. Sie war anschließend das einzige, was an mir noch trocken war. Ich fror also auf dem Heimweg – noch etwa 5 Kilometer Wanderpfad, dann eine stundenlange Fahrt mit dem Bus -, was aber noch schlimmer war, ich trug eine große Platzwunde und eine gewaltige Beule an der Stirn davon, meine Brille wurde mir dabei auf meiner Nase zerschlagen und ich musste für den Rest der Woche mit einer Sonnenbrille herumlaufen, hinter der sich die geschwollene Nase und das entstehende Brillen-Hämatom um die Augen nur unzureichend verbergen ließen. Es dauerte zwei Monate, bis ich in etwa wieder so aussah wie vor dem Sturz. Die Zeugen meines Unglücks, unter ihnen natürlich Frau Klammerle, lachen noch heute darüber. Ob bei mir geistige Schäden zurückblieben, müssen andere beurteilen. Zumindest bin ich für drei Tage etwas demütiger geworden – aber nicht länger. Am Abend des 10. April 2017 sah ich jedenfalls so aus:

Cover vorne

 

 

 

 

 

 

 

Der eine oder andere meiner Leser wird das Bild vielleicht kennen, denn ich benutzte es später leicht verfremdet für „Noch einmal davon gekommen“, der beliebten Sammlung meiner Missgeschicke, von denen mein Sturz in den Tobel nur eines von vielen war. Ohne diesen Unfall hätte es vielleicht dieses Buch nie gegeben.

Doch auch der 10. April diesen Jahres hat für mich etwas besonderes; allerdings kein Unglück – es sei denn, man rechnet die Arbeit dazu -, sondern eine große Freude. Heute fand ich, erschöpft und ausgelaugt vom Brotjob heimgekehrt, in den Briefkasten gequetscht das Korrekturexemplar meines neuen Buches „Kleine Lichter“ vor und ich finde, das Cover (und freilich auch der Inhalt) sind mir diesmal ganz ausgezeichnet gelungen. Es ist jedesmal ein besonderer Augenblick, das eigene Buch in der Hand zu halten. Er allein belohnt für das mühselige Schreiben, Korrigieren und Gestalten.

„Kleine Lichter“ enthält zwei Erzählungen und einen Kurzroman aus meinem Zyklus „Jahrmarkt in der Stadt“, zu dem z. B. auch der Montagsfortsetzungsroman „Die Wahrheit über Jürgen“ gehört.

Die belletristischen Texte des Zyklus‘ bilden eine Gruppe von Kurzgeschichten, Erzählungen und auch Romanen, die ich – ich gebe diesen Fetisch hiermit öffentlich zu – nach allzu heftiger und sehr leidenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Comédie humaine des Monsieur Honoré Balzac entworfen und zu einem großen Teil auch geschrieben habe. Sie spielen in der Hauptsache in den 1990er Jah­ren, in denen auch die meisten der zu diesem Zyklus gehörigen Romane und Erzählungen geschrieben oder zumindest begonnen wurden.

Davon ausgehend, dass jeder in seinem eigenen Leben die Hauptrolle spielt, wollte ich – freilich in viel bescheidenerem Maße als der göttliche Franzose – einen zusammengehörigen Zyklus schreiben, in dem ein festes Figurenensemble immer wieder auftaucht und sich wie in einem Kettenkarussell sitzend um seinen Götzen dreht, der bei Balzac das Geld, bei mir die Eitelkeit und der Ruhm sein sollen.

Zum Beispiel ist der zynische ältere Beamte Nikolaus Klammer eine dieser Figuren. Wie sattsam bekannt, leiht er mir seit Jahren seinen Namen als Pseudonym und taucht gleich in mehreren meiner Geschichten auf, hat vorgeblich die eine oder andere von ihnen geschrieben. In meinem umfangreichen Roman ‚Nutzlose Menschen‘ ist er sogar als Autor eines Balzac-Plagiats zu bestaunen.

Selbstverständlich sind alle Ereignisse und Personen frei erfunden und nur meiner Phantasie entsprungen. Oder glaubt ihr, dass es solche Menschen in dem schönen Augsburg wirklich geben kann?

 

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Ja, er ist’s oder Frau Klammerles Frühling

Der phänologische Kalender kennt drei Stufen des Frühlings; den sogenannten Vorfrühling, wenn die Haseln und Schneeglöckchen blühen, den Erstfrühling, in dem die Forsythien gelb erstrahlen und die Obstbäume ihre Knospen öffnen und endlich den Vollfrühling, in dem das Laub an den Bäumen erscheint und die Kastanien gierig ihre Kerzen in den Himmel recken. Im Gegensatz zum bescheuerten Mondkalender (–> siehe hier: https://klammerle.wordpress.com/2014/12/27/bock-des-monats-dezember/) und anderem weltanschaulichem Unfug stimmt der phänologische immer und der Gärtner kann seiner Leidenschaft nachgehen, ohne sich vorher zur Ader zu lassen oder Detox-Heilzufasten; nur kann sich je nach Witterung das Erscheinen einer Stufe verfrühen oder – wie in diesem Jahr – etwas verspäten. Aber wie sagte schon mein guter Freund Jean Paul: „Das Schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht.“

Mauerblümchen

Leider ist dieser phänologische Kalender nicht ganz vollständig, denn zumindest in meinem Garten fehlt eine Frühlingsstufe, die zwischen Erstfrühling und Vollfrühling einzuordnen und die ich wohl eher der Phänomenologie als der Phänologie zuordnen möchte. Das ist der Frau Klammerles Frühling. Er beginnt, wenn die Temperaturen erstmals für ein paar Tage die magische 15°C-Marke übersteigen, eine heitere Sonne bereits frühmorgens vom Himmel lacht und die Frühjahrsblüher im lauen Wind auf den Feldern ihre Köpfe neigen, also in den Wochen nach Ostern. Dann geschieht etwas Seltsames mit meiner Frau. Im Gegensatz zu mir und auch der Katze Amy, die wir uns dann am liebsten in einem bequemen Gartenstuhl in die wamen Strahlen einer gütigen Sonne setzen, resp. liegen würden, um dort für ein paar Stunden das Leid der Welt, an dem wir so schwer tragen, zu vergessen, packt Frau Klammerle dann wie die vom Brutgeschäft aufgeregten Amseln eine schwer beschreibbare Unruhe. Katze und Mann würden gerne unserer Frühjahrsmüdigkeit erliegen, das lange vermisste Vitamin D tanken und wir wollen uns unter Protest nur dann von unserem Platz wegbewegen, weil die Abende doch noch recht kühl sind und – in Amys Fall – die Meisen gar zu frech um unsere Köpfe fliegen. Ganz anders ist da Frau Klammerle. Sie hält es keine Sekunde auf einem Ruheplatz, dann springt sie schon wieder auf. Sie platzt förmlich vor Energie und innerer Ungeduld; sobald sie neben mir für einen Wimpernschlag auf dem Gartenstuhl sitzt, ist es, als würde sie ein Stromstoß durchzucken und sie muss augenblicklich in die Höhe springen und einen Dekofrosch aufstellen oder an einem Gräslein zupfen (–> siehe auch: https://klammerle.wordpress.com/2014/03/21/geschmackloses-rewind). Das muss irgendetwas merkwürdiges mit ihren Hormonen sein, die ab 15°C Amok laufen, ich kenne mich da nicht so gut aus. Vielleicht ist es auch nur ihre Art, ihre Freude über den überstandenen Winter und der Lust am Leben Ausdruck zu verleihen.

Garten, Haus, Mann und Katze werden einem harten Regiment unterworfen, da gibt es etwas zu zupfen, dort etwas zu putzen, hier etwas zu befehlen und da eine Katze zu quälen. „Der Vorgarten! Wie schaut denn der aus? Man muss sich ja schämen! Möchtest du nicht den Rasen vertikutieren?“ – „Die Fenster. Bei dem Licht sieht man erst den Dreck!“ – „Schatz! Wann möchtest du endlich die ewig versprochene Erweitung zu unserem Frühbeet bauen?“ (1) – „Amy, dein Winterfell ist ja ganz verfilzt. Gott, was haart diese Katze! Ich muss dringend ein Mittel gegen Flöhe und Zecken kaufen! Aber zuerst wird sie gestriegelt!“ – „Lass uns auf der Stelle zum Bauhaus, Obi, IKEA, Segmüller, Depot, Dehner, in die Gärtnerei und zum Rewe fahren.“ – „Was essen wir eigentlich heute Abend? Möchtest du Zucchini?“

Mauerblümchen3

Ein geniales Hochbeet

Seit ein paar Tagen herrscht nun wieder Frau Klammerles Frühling in meinem Garten und meine Frau verwandelte sich wie von einem alten Fluch belegt in einen erbarmungslosen Herrn, der mich wie Herkules zu zwölf Heldentaten zwingt. Ich habe in der letzten Woche zum Beispiel unseren alten Komposthaufen entfernt und an seinem Platz eine großzügige Erweiterung meines genialen Hochbeets errichtet und dafür einen Sonnentag im kalten, finsteren Keller und einen Regentag im Matsch und Dreck verbracht. „Möchtest du nicht gleich auch noch den Keller mit aufräumen! Der sieht ja furchtbar aus.“ Ich habe 500 l Pflanzerde. Rindenmulch und Pflastersteine gekauft und geschleppt, dann unser Gartenhäuschen, dessen Kiesfundament im langen Winter abgesackt ist und das nun etwas windschief stand, mit Hilfe der von Frau Klammerle rekrutierten Söhne 1 und 2, ausgeräumt, ausgemistet und wieder aufgerichtet, einen Gartenweg restauriert und mit Platten belegt, die vermooste Terrasse gekärchert (2), und, und, und … jetzt habe ich mich aus Furcht, Frau Klammerle könnte noch etwas einfallen, in meinem Arbeitszimmer eingeschlossen und ihr verboten, mich zu stören (3), da ich an meinen Romanen, die die Welt braucht, arbeiten müsse. (4) Sie putzt inzwischen ein wenig die Wohnung, bezieht die Betten und bereitet mir ein wenig Arbeit vor.

Jammern beiseite, das heißt jetzt nicht, dass nur ich als kleiner Befehlsempfänger arbeite. Frau Klammerle leistet wesentlich mehr als ich und es ist meist mein schlechtes Gewissen, das mich von meinem Ruheplatz aufschreckt und frühjahrsputzen lässt, weil sie wieder wie Rumpelstilzchen durch Heim und Garten tobt und zwischendurch tatsächlich noch Zeit findet, zum Sport zu gehen, 10000 Whats-App-Nachrichten zu schreiben, Kuchen zu backen, meinen neuen Roman zu lesen, zur Nachtwache zu gehen oder unsere Ehe zu pflegen. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie sie das macht und dabei im Gegensatz zu mir auch noch gut aussieht. Ihre Minuten müssen 180 Sekunden haben. Und ja, am heutigen Sonntag in einem ehrlichen Moment im warmen Sonnenschein betrachtet: Das Ergebnis dieser Arbeitswoche kann sich wirklich sehen lassen. Der Garten ist wunderbar und das Haus glänzt. Vielleicht können wir uns jetzt -, für ein paar Minuten -, auf ein Radler …

Mauerblümchen2

Unser Traumgarten (noch nicht vertikutiert) …

„Schnickschnack! Wir müssen unbedingt zum Wertstoffhof, da liegt so viel Müll im Keller. Mein Arbeitszimmer muss ich noch aufräumen. Möchtest du den Crosstrainer in den 2. Stock bringen? Komm, wir fahren schnell zur Gärternei und kaufen einen Busch, dann sieht man die hässliche Ecke hinter dem Gartenhäuschen nicht. Wollen wir heute Nachmittag irgendwohin radeln, nach Oberschönefeld? Möchtest du erst die Räder putzen und herrichten? Und überhaupt, da fällt mir ein: Auf den Autos sind ja noch die Winterreifen. Möchtest du nicht …?“

_______

(1) Frau Klammerle gibt nie direkte Befehle. Sie formuliert sie immer als rhetorische „Möchtest du …?“-Fragen, bei denen sie allerdings nie das Fragezeichen mitspricht. „Nein“, wird als Antwort nicht anerkannt.

(2) Ja, Sohn Nr. 2, das Wort „kärchern“ gibt es, es ist keine Werbung, sondern kürzt genial „mit einem Hochdruckwasserstrahlreiniger abspritzen“ ab.

(3) Es sei denn, der Dachstuhl brennt, eine Zombiearmee trampelt über die Primeln oder das Mittagessen ist fertig.

(4) In Wirklichkeit schreibe ich diesen Text.

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Frohe Ostern!

Liebe Freunde,

ich sitze gerade in Goethes Garten in Weimar und warte auf besseres Wetter und Frau von Stein, um gemeinsam mit Faust, Wagner und einem gewissen schwarzen Pudel einen kleinen Spaziergang durch das friedliche Ilmtal zu machen. Doch alle sind etwas kapriziös und lassen noch auf sich warten. In der Zwischenzeit wünsche ich euch von hier aus wundervolle, friedliche Ostern.

Euer Nikolaus.

Eins noch: Ende April erscheint mein neues Buch „Kleine Lichter“. Ich lege gerade letzte Hand an die Korrekturen. Es ist der erste Band meines Jahrmarkt-Zyklus‘. Ich freue mich schon auf eure Reaktionen. Hier  eine Abbildung vom Umschlag:

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Auf nach Weimar!

Schild an meiner Haustür

Da der Herr Geheime Rat von Goethe mir absolut nicht den Gefallen tun möchte, mich in meiner schwäbischen Heimat aufzusuchen, werde ich es wie Mohammed mit dem Berg halten, dem Beispiel meiner Freunde Hoffmann, Tieck und Heine nacheifern, in meinem diesjährigen Osterurlaub gen Norden ins Thüringen’sche aufbrechen und das daselbst in Weimar ansässige „Groszthier“ der deutschen Literatur visitieren und, falls ich ihn persönlich antreffen sollte und er nicht wie so oft auf Badekur ist oder sich in seinem Gartenhaus eingeschlossen hat, einige Flaschen Rheinwein mit ihm und auf ihn leeren. Man munkelt, er würde in jüngster Zeit Eintritt in sein Haus am Frauenplan verlangen – so weit ist es schon gekommen. Auch der eine oder andere Besuch bei der Gräfin Anna Amalia, den edlen Damen von Stein, von Kalb, Schröter, und selbstredend bei Christiane Vulpius, vulgo Frau Goethe – die alle einander so gar nicht mögen -, und heitere Abendgesellschaften mit den Herren Schiller, Herder, Jean Paul und fraglos auch mit Wieland et al. sind angedacht, sowie Theatervergnügungen, Konzerte und Abstecher nach Erfurt und die reizende Umgegend – falls das Wetter mitspielt -, auch gerne auf Schusters Rappen oder mit dem Velociped. Ich hoffe nur, dass dann vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick. Wahrscheinlich jedoch ist mein Sehnen vergebens; so schnell und kampflos zieht sich in diesem Jahr der Winter nicht zurück.

Ich bin neugierig, welche Anregungen mir die kleine Stadt in der Mitte Deutschlands bieten wird. Freilich ist meine „Weimarer Reise“ nicht nur eine allzu verfrühte Sommerfrische, sondern auch eine Recherche für den 4. Teil meines Romanwerks „Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren“, das zu großen Teilen im März des Jahres 1832 zu Weimar spielen wird. (Ja, richtig gelesen! Ich bin ein fleißiges Kerlchen und arbeite bereits am 4. Teil der Trilogie, nachdem ich die erste Fassung des 3. beinahe fertig und die berechtigte Hoffnung habe, sie noch im Sommer veröffentlichen zu können.)

Goethe

Mein Plastik-Goethe

Ich werde aufgrund dieser Pilgerreise zu den Altvorderen meiner Zunft diesen Blog, den ich den den letzten Wochen fleißig mit meinen kleinen Textchen gefüllt habe, zwei oder drei Wochen ruhen lassen und wünsche meinen Freunden, wenigen Lesern und auch allen, die in der letzten Zeit auf meinen Blog gestoßen sind, ein gesegnetes, sonniges, friedvolles und schokoladeneierreiches Osterfest.

Bis bald, euer Nikolaus.

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Grüße vom Winterurlaub!

Diesmal hat es Frau Klammerle und mich nach Toblach im Südtiroler Hochpustertal verschlagen, wo wir unserer Leidenschaft fürs Schneeschuhwandern in der atemberaubenden winterlichen Dolomitenlandschaft des 3-Zinnen-Gebiets nachgehen, aber auch noch genug Zeit für das Langlaufen*, Winterwandern, Sauna-Wellness und gutes Essen auf abgelegenen Almhütten finden. Das Wetter ist eisig, aber sonnig, die Wanderwege tief verschneit, die Aussichten gewaltig und auch der Muskelkater in meinen Beinen hat sich gewaschen.

Leider ist der Urlaub fast schon wieder vorbei. Ab Montag beginnt dann mit der 15. Fortsetzung meines Künstlerromans „Die Wahrheit über Jürgen“ wieder der Alltag auf diesem Blog.

Bis dahin, noch ein schönes Wochenende und Grüße von meinem Lieblingsplatz.

Euer Nikolaus

_____________________

* Wohlbemerkt: Frau Klammerle läuft lang – mir ist die Fortbewegung auf  rutschigen Holzbrettern, die man auch noch einwachst, ein Gräuel und nicht nachvollziehbar. Während meine liebe Gattin frisch und fromm über die Loipen segelte, habe ich inzwischen weiter  am 3. Geltsamerroman geschrieben, den ich fast zu Hälfte fertig habe. Er geht mir flott von der Hand. Da liegt wahrscheinlich auch an den frostigen Außentemperaturen von – 17° C hier in Toblach, denn ein Großteil meines neuen Buchs spielt in einem sibirischen Gulag.

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Ein, zwei Wochen Ruhe vor mir …

Lustig ist die Fasenacht, wenn Frau Klammerle Küchle backt …

kiechle

Ich würde euch gerne mal von den Küchle (sprich. „Kiachle“) probieren lassen, aber das Beamen von Lebensmitteln ist leider noch in der Versuchsphase und die Ergebnisse nicht unbedingt zufriedenstellend. Doch schließt mal die Augen und streckt eure Nasenlöcher in die Luft … riecht ihr das? Es riecht nach Fett, Kalorien, Zucker, Diabetes und Kalorien im Übermaß – einfach wundervoll! Vor allem, wenn man wie ich seinen Neujahrsvorsatz eingehalten und vom 1.Januar bis heute strenge Diät gehalten hat. Zehn Kilo sind schon runter – nicht schlecht, was? (Wahrscheinlich werden es nach der Faschingswoche nur noch 5 sein …)

Dsch-Zwischen

Auf jeden Fall werde ich meine Wundertüte hier für ein paar Tage ruhen lassen und mit Frau Klammerle Winterurlaub im verschneiten Hochpustertal machen, um Winterwanderungen zu machen, langzulaufen (Frau Klammerle zumindest, mir ist das viel  zu rutschig) und mit Schneeschuhen auf die Berge zur nächstgelegenen offenen Almhütte zu stapfen.

Und freilich werde ich auch an meinen Texten weiterarbeiten und letzte Korrekturen an meinem neuesten Werk Der Weg, der in den Tag führt (habe ich das eigentlich schon erwähnt?) durchführen. Mein Korrekturexemplar ist vorgestern von der Druckerei gekommen und der 400-Seiten-Roman wird Ende Februar offiziell im Buchhandel erhältlich sein.

Wenn euch der Aschermittwoch und der Beginn der Fastenzeit dann zu trist und traurig sind und der Sturmregen gegen eure Fenster prasselt – dann macht euch eine Tasse Tee Ingwertee,  setzt euch in euren Lieblingssessel am prasselnden Kaminofen und lest -, vielleicht sogar ein paar meiner Geschichten. Es wäre ein schönes Geburtstagsgeschenk für mich (Wer den 2. Band von Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren gelesen hat, weiß  ja, dass ich wie Bert Brecht am 10. Februar Geburtstag habe). Ich würde mich wirklich freuen.

Bis bald in ein, zwei Wochen – bei hoffentlich frühlingshafterem Wetter.

Euer Nikolaus.

 

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Lobende Worte

Heute morgen flatterte mir eine Rezension meines Buches „Noch einmal davon gekommen“ ins Haus, die ich hier einfach im Wortlaut zitieren muss, weil sie so schmeichelhaft und großartig ist. Der graue und eisigkalte Wintertag war plötzlich voller Sonnenschein und Wärme. Danke, Ladybella, du hast mir den Tag gerettet.

„Von Ladybella911:

Zum Inhalt :

Die besten Kolumnen, Glossen und Kurzgeschichten aus dem literarischen Blog „Aber ein Traum“ des Diedorfer Schriftstellers Nikolaus M. Klammer über sein kompliziertes Familienleben mit Frau, zwei erwachsenen Söhnen und einer Katze, seine Reisen und sein Leben als Autor und Mitmensch.

  • Heiter, geistreich, intelligent und voller Humor, Wortwitz und Selbstironie sind sie, diese Geschichten aus dem Familienalltag eines Autors. Wie immer in dem unnachahmlichen Schreibstil, den ich von Nikolaus Klammer gewohnt bin.
  • Und so anders. Erfrischend anders. Hier hat der Autor die besten Geschichten aus seinem Blog, den er seit einigen Jahren betreibt, zu einem köstlich charmanten Buch zusammengefasst, das berührt und bezaubert.
  • Ganz alltägliche Geschichten sind es, die genauso gut dir oder mir passieren könnten, soll heißen, natürlich nur, wenn „wir“ Klammers Familie wären, denn dir oder mir passieren solche teilweise urkomischen Begebenheiten nicht, beziehungsweise ist es uns nicht gegeben sie auf diese unnachahmliche Art dem Leser nahe zu bringen.
  • Und genau das ist es, was die Qualität des Geschriebenen ausmacht, der sensible einfühlsame Schreibstil, der uns manchmal glauben macht, selber der Protagonist zu sein.

Mich hat diese „Sammlung“ wieder einmal total begeistert, und ich bin froh, dass es Autoren wie Nikolaus Klammer gibt, die aufzeigen, dass es abseits vom Mainstream so viel mehr und so viel unvergleichlich Lesenswertes gibt.

Hierfür kann es nur 5 Sterne geben, geht gar nicht anders !!“

Da fehlen mir die Worte. Merkwürdigerweise ist „Noch einmal davon gekommen“ dasjenige meiner Bücher, das sich am schlechtesten verkauft.

„Noch einmal davon gekommen“
als Taschenbuch oder als E-Book erhältlich
228 Seiten, illustriert
ISBN 978-3-7450-4300-6

 

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Demnächst: Der erste Band von „Der Weg, der in den Tag führt“

Nachdem ich in der letzten Woche an dieser Stelle meine Freunde und Follower nach ihrer Meinung gefragt habe, ob ich meinen nahezu fertigen Roman „Der Weg, der in den Tag führt“ auf zwei Teile splitten soll und eine überwältigende Anzahl von Rückmeldungen bekam (ganze 3 Stück), sind mir zwei Dinge klar geworden: Den meisten, die mir hier folgen, geht es komplett am A**** vorbei, was ich mache (was ich im Übrigen gut verstehen kann, denn manchmal geht es mir ähnlich), die anderen jedoch sind alle der Auffassung, ich sollte den allzu dick geratenen Roman in kleinere Häppchen aufteilen. Noch einmal herzlichen Dank für diese Meinung; sie hat mich bei meiner Entscheidung bekräftigt.

Deshalb werde ich Ende nächsten Monats den ersten Teil von „Der Weg, der in den Tag führt“ veröffentlichen. Er wird etwa 400 Seiten stark sein und so wird das Cover aussehen:

Wegen dieser Entscheidung sind freilich ein paar Editionsprobleme für den 2. Teil entstanden, der mit dem bisherigen 9. Kapitel beginnen würde. Um ein Gleichgewicht zwischen den Teilen zu erreichen und dem Leser die Pause bis zum Herbst, in dem ich die Fortsetzung veröffentlichen will, zu erleichtern, muss ich nochfür 8. Kapitel einen erweiterten Schluss erstellen und für den 2. Teil ein neues Anfangskapitel schreiben, ein Überleitungskapitel.

Für den Blog bedeutetet dies, dass ich die Vorveröffentlichung des bisherigen 10. Kapitels, also dem 2. des Fortsetzungsbandes, stoppe und mit der Arbeit an die beiden Einschub-Kapitel beginnen werde, die dann selbstverständlich hier zu lesen sein werden.

Durcheinander genug? Ich bin das auch.

Grüße Nikolaus

PS. So sieht übrigens der erste Entwurf für „Der Weg, der in den Tag führt – Teil 2: Paradis“ aus:

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